Da hat sich Landrat Wolfgang Schuster mächtig gefreut. Als Chef der Steuerungsgruppe lahn-dill-breitband konnte er bei einem Ortstermin im Herborner Stadtteil Burg berichten, dass die Tiefbauarbeiten im Ausbaugebiet 1 rund vier Wochen früher als geplant beginnen konnten. Er sei froh, so der Landrat, dass die vorbereitenden Arbeiten des Ausbaupartners Telekom durch die Kommunen vollkommen unbürokratisch unterstützt wurden. Dieser gute Start in das mit rund 50 Millionen Euro größte Infrastrukturprojekt, das es im Lahn-Dill-Kreis jemals gegeben habe, werde begleitet von guten Meldungen aus der Wirtschaft.

Burghard Loewe, als stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Lahn-Dill für die Wirtschaft und das Handwerk in der Steuerungsgruppe freute sich, dass es neben dem Großauftrag von 28.000 Multifunktionsgehäusen von der Telekom an Rittal auch gelungen sei, heimische Tiefbauer einzubinden. Dazu hätten die Firmen Kessler und Pfaff aus Sinn, Jungbecker aus Schönbach und Müller aus Bischoffen ihre Kräfte in einer Arbeitsgemeinschaft gebündelt und in der Ausschreibung ein Los bekommen. Da gebe es offensichtlich Konkurrenzfähigkeit in der Kompetenz und im Preis.

Der Ortstermin in Burg, so Hermann Steubing als ehemaliger Bürgermeister von Mittenaar der Vertreter der Kommunen in der Steuerungsgruppe, sei auch als Signal an Herborn zu verstehen. Alle Beteiligten hätten sich zum Ziel gesetzt, dass es zum Hessentag 2016 in Herborn keine Baugruben mehr gäbe.

Mit den Erfahrungen aus mehr als zwölf Monaten Partnerschaft mit der Deutschen Telekom im Landkreis Marburg-Biedenkopf äußerte sich Klaus Bernhardt in seiner Doppelfunktion als Projektleiter in Marburg-Biedenkopf und für die lahn-dill-breitband sehr zuversichtlich, dass auch im Lahn-Dill-Kreis die Projektziele erfüllt werden.
Hermann Steubing